VG Bildkunst 2009   Foto: Thomas Frey, DPA

VG Bildkunst 2009 Foto: Thomas Frey, DPA

Sonderausstellung in den Räumen der ehemaligen Synagoge

1. September bis 4. Oktober 2009

Konzepte, Vision

Zeichnungen und Malerei von Ingo Bracke

lur(L)ICH

Ingo Bracke, realisierte zum zweiten Mal eine Lichtinstallation auf dem 30.000 m2 großen Loreley Felsmassiv. Im vergangenen Jahr war sein Loreley-Projekt das prominente Aushängeschild des Lichtkunst-Festivals Luminale: Weit über die Region hinaus druckten viele Zeitungen das Bild der von Linien und Schriftzeichen umspielten Loreley ab, an der Straße gegenüber drängten sich die Autos und Schaulustigen. Anlässlich des Kultursommes "Cool Britannia" hatte Ingo Bracke eine neue Installation mit Licht umgesetzt. Vom 1. bis 27. September ließ er nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Fels seine Lichtskulptur mit dem Titel lur(L)ICH pulsieren. Aus dem unbewegten Bild der Loreley wurde eine "lebendige" Licht-Installation. Es waren die Engländer, die den Rheintourismus ganz entscheidend geprägt haben, sagt Ingo Bracke: So, wie William Turner die Landschaft gezeichnet hat, nähern wir uns heute wieder dieser Natur und legen unsere Gedanken zu ihr mit Projektionen über sie. Da kreuzen sich Sternkarten und Schraffierungen, pulsieren labyrinthartige Linienfelder - die Installation ist täglich gewachsen und ergänzte sich um schließlich auf ein einziges an der Loreley aufleuchtendes Wort hinauszulaufen: "Ich". Es erklärt sich mit unserer Wahrnehmung. Die Erkenntnisse im Erleben von Landschaften ist die, dass wir eigentlich immer nur das entdecken, was wir auch entdecken wollen oder schon kennen. Im Endeffekt ist somit im Reisen und Entdecken auch immer die Selbst-Entdeckung verborgen. Anlässlich der Loreley-Installation zeigten wir bis 4. Oktober Zeichnungen und Skizzen von Ingo Bracke die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Loreley lur(L)ICH Installation standen.