CR39 - organisches Glas
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Organisches Glas ist ein vollsynthetisch hergestellter Kunststoff, der im Glaszustand vorliegt. Er besteht aus makromolekularen organischen Verbindungen, die zueinander ohne periodisches Ordnungsprinzip angeordnet sind (amorph). Zur Herstellung organischer Brillengläser dienen in der Regel Duromere, die sich nach der Herstellung durch Wärmezufuhr nicht mehr in eine andere Gestalt umformen lassen. Typisch für die Herstellung dieser Kunststoffe ist, dass sich viele Moleküle (Monomere) bei Wärmezufuhr in einer chemischen Reaktion zu riesigen Molekülketten (Polymeren) verbinden. Das bekannte CR 39 ist ein solcher Kunststoff für organische Brillengläser.

Woher kommt der Name CR 39 ?

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges kristallisierte sich die Kunststoffindustrie aufgrund des Mangels an natürlichen Rohstoffen als Quelle hervorragender Ersatzstoffe heraus. Damals begann eine Tochterfirma von PPG Industries namens "Columbia Southern Chemical Company" mit den Forschungsarbeiten für einen nicht-thermoplastischen Kunststoff. Das Forscherteam gab dem Projekt den Namen "Columbia resins". Der aus dem Englischen stammende Name "resin" bezeichnet das Rohmaterial für Kunststoffe und heißt übersetzt "Harz". Im Mai 1940 brachten die Forschungsarbeiten das Monomer Allyl-Diglykol-Carbonat (ADC) hervor. In den folgenden Jahren wurden mehr als 180 verschiedene Verbindungen dieses Monomers erforscht und untersucht. Die 39ste dieser Verbindungen kristallisierte sich aufgrund einzigartiger Materialeigenschaften als die Bedeutendste heraus. Sie wurde später zur Herstellung von Kunststoffgläsern verwendet. Die Zusammensetzung der Zahl 39 und des Projektnamens "Columbia resins" prägte schließlich den Namen "Columbia resin 39", kurz "CR 39", den PPG als Warenzeichen anmeldete. Zunächst stand ausschließlich das niedrigbrechende CR 39 für organische Brillengläser zur Verfügung. Erst Mitte der 80er Jahre hat die Entwicklung auf dem Gebiet der hochbrechenden Kunststoffe eingesetzt. Im Vordergrund bei Neuentwicklungen steht die Erhöhung der Brechzahl bei weiterhin guter Bearbeitbarkeit und mechanischer Härte sowie geringer Dispersion und guter Färbbarkeit. Ziel ist es, auch bei stärkeren Fehlsichtigkeiten dünne und flache organische Brillengläser fertigen zu können.

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