Expressionismus

Am Anfang dieses Jahrhunderts, ca. ab 1905 entwickelte sich in Europa aus dem Impressionismus der Expressionismus. Als Väter des Expressionismus gelten Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Edvard Munch. Erst 1911 entstand der Name 'Expressionismus' für Künstlergruppen wie 'Der blaue Reiter', 'Die Brücke', 'Der Sturm' und die Fauvinisten. Der Schwerpunkt ihres neuen Kunstbegriffs lag im expressiven Ausdruck individueller Gefühle. Die hierzu entwickelten Ausdrucksformen finden sich in dominanter Starkfarbigkeit, Ausdruckskraft der Linien, kräftigen Konturen und abstrahierender Vereinfachung des Gegenständlichen wieder. Farbige, plakative Flächigkeit, die Unterordnung von Perspektive und Detailgenauigkeit und der Hang zum Deformieren oder Verzerren sind weitere Merkmale expressionistischen Schaffens. Neben den Künstlergruppen arbeiteten viele einzelne Expressionisten, wie Emil Nolde, Oskar Kokoschka, Paula Modersohn-Becker, Christian Rohlfs, Ludwig Meidner. Aus dem Expressionismus bildeten sich neue Kunstgattungen, wie der Muralismo, der Abstrakte Expressionismus, das Informel, die Art brut, und die Gruppe 'Cobra' heraus.