1. Ausstellung: 29. Okt. bis 21. Dez. 1996
  2. Ausstellung: 27. Jun. bis 20. Aug. 2000

"Än schäner Gruß aus de Palz"


Armin Hott mit tierisch-menschlichen Graphiken bei opti art

Da menschelt es ganz schön, wenn Armin Hott seine Krähen, Hühner oder Schnecken auf den Beschauer losläßt. Die Synagoge war bereits zwei mal voll damit. Und voller Humor, manchmal auch schwarzem.


Der Mann aus der Pfalz war mit zwei bemerkenswerten Schaus handkolorierten Graphiken in der Galerie hervorragend präsent. Menschen sind auf Hotts Bildern deutlich in der Minderzahl, obwohl jedes Vieh natürlich doch ein Mensch ist. Deren kleine Schwächen, verbrämt in gesellschaftlichen Klischees, hat der Südpfälzer aus Landau, der in Kandel einen Bauernhof bewohnt, mit viel Witz und Ironie aufgespießt. Und sich gelegentlich auch selbst nicht ausgespart. Alles ist dabei handwerklich meisterhaft zu Papier gebracht.

Die kleinen Formate überwiegen bei Armin Hott, der 1981 das Studium der Kunsterziehung begann, seit 1983 aber als freischaffender Künstler von seiner Kunst lebt. Zum Bild gehört bei Hott aber auch der Text. Humoristische Titel oder Wortspiele verstärken den optischen Eindruck, verschaffen ihm häufig erst die witzige Aussage: Ober-Rab, Biblioschnecke, Rabitur, Rabengesellschachtel, Shake hands seien beispielhaft genannt.


Der "Dompteur mit der Radiernadel" wie der Grafiker Armin Hott auch liebevoll genannt wird, drückt mit ganz bewußt gewählten Tieren aus, was sich durch Menschen nicht sagen läßt. Mit Witz und Ironie regt Hott in unseren Köpfen zum Schmunzeln und Nachdenken an.