Sehen in der Kunst

In der Kunst gibt es verschiedene, radikal unterschiedliche Arten wie ein Künstler die Welt sieht und wahrnimmt - populäre Beispiele sind der Impressionismus, der Expressionismus oder der Surrealismus.

Mehr über Impressionismus

Impressionismus (ca. 1860-1905).

Ziel des Impressionismus war, individuell wahrgenommene Sinneseindrücke und Stimmungen von Farbe, Raum und Licht wiederzugeben. Die Konturen traten hinter den Strukturen zurück. Die Bilder erschienen aufgelöst, unscharf und ließen somit Freiraum für eigene Projektionen. Bekannte Künstler wie Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Max Liebermann und Lovis Corinth prägten diese Stilrichtung.

Mehr über Expressionismus

Expressionismus (ca. 1910-1925).

Im Expressionismus wurde dem emotionalen Ausdruck durch flächig aufgebrachte starke Farben und betonte Konturen Raum gegeben. Auf die Ausarbeitung von Details wurde weitgehend verzichtet. Im Vergleich zu der bisher üblichen realitätsnahen Bildgestaltung war der Expressionismus eine Revolution für die Sehgewohnheiten. Die ursprüngliche Gestik des Künstlers beim Aufbringen der Farbe wurde Bestandteil der Komposition. Bekannte Expressionisten wie Erich Hechel, Emil Nolde, Otto Müller, Max Pechstein, Eugène Henri Paul Gauguin, Paul Klee prägten diese Stilrichtung.

Mehr über Surrealismus

Surrealismus (ca. 1920-1970).

Die Surrealisten bewirkten Verfremdungseffekte u.a. durch möglichst realistisch dargestellte Elemente aus der Traum- und Vorstellungswelt. Dadurch wurde die optische Wahrnehmung, die auf dem Bewußtsein der Naturgesetze basierte, irritiert und in Frage gestellt.
Bekannte Surrealisten sind Salvador Dali, André Breton, René Magritte, Giorgio de Chirico und Max Ernst.