Rhein-Hunsrück-Zeitung: 8. November 2003

"Der Pinsel tanzt und die Farbe singt"

Große Gemeinschaftsausstellung von acht Künstlern in Boppards Alter Synagoge eröffnet

Acryl- und Aquarellmalereien, Farbstiftzeichnungen und Linolschnitte von insgesamt acht verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern sind derzeit zu sehen in der Bopparder opti art Galerie des Optikers Robert Holz. Der engagierte Kunstliebhaber bietet seit mehr als zehn Jahren renommierten wie auch weniger bekannten Künstlern aus Nah und Fern eine Plattform in der "Provinz". "Der Pinsel tanzt und die Farbe singt" lautet das Motto der farbenfrohen Kunstausstellung in der Alten Synagoge in der Bopparder Bingergasse. "Den ein oder anderen Künstler musste ich fast überreden mitzumachen," berichtet Robert Holz über die teilweise "bescheidene Zurückhaltung" einiger Aussteller. "Dabei haben alle ihr Talent in einem Atelier in Damscheid längst unter Beweis gestellt." Es werden zwar gänzlich verschiedene Kunststile gezeigt, von leuchtenden Acryl- und Aquarellmalereien über dezent-feine Farbstiftzeichnungen bis hin zu kräftigen Linolschnitten, eines haben die unterschiedlichen Werke jedoch gemeinsam: Sie stammen alle aus der "Schule" von Margot Weiss. Die Damscheider Künstlerin Weiss gibt seit 1986 Kunstunterricht, wählt ihre "Schüler" nach Talent sorgfältig aus und besticht selbst in ihren Werken durch ein außergewöhnliches Harmoniegefüge für Form, Farbe und Proportion in perfekter Abstimmung. Bereits seit mehr als zehn Jahren organisiert Holz Ausstellungen in dem historischen Gebäude der ehemaligen Synagoge. "Begonnen hat es 1994 mit Werken von Jürgen Görg, seither sind 27 weitere Ausstellungen in meinem Hause gezeigt worden," erläutert Holz. Weit über die Region hinaus bekannte Künstler gaben sich in den vor drei Jahren von der ursprünglich reinen Galerie um einen Augenoptischen Fachbetrieb erweiterten Räumen ein Stelldichein. Bekannte Namen sind dabei, wie der Koblenzer Dieter Portugall, der Bopparder Aloys Rump, Franz Ruzicka aus München oder auch der Chilene Mario Tapia. Die Ausstellung der Künstler Maria-Luise Abele (St. Goar), Alexa Boffa (Ingelheim), Michael Erhard (Naurod), Gabriele Geppert (Mainz), Peter Heimann (Wiesbaden), Ellen Kessler (Niederburg), Jutta Schindler (Mainz) und Helga Schwarzer ebenfalls aus Mainz ist noch zu sehen bis Weihnachten, 23. Dezember

Rüdiger Polster