1. Ausstellung: 23. Okt. 1994 bis 18. Dez. 1994

2. Ausstellung: 20. Nov. 2001 bis 20. Jan. 2002

Dieter Portugall

Originale und Graphik

Der 1952 in Lahnstein / Rhein geborene und in Koblenz lebende Künstler Dieter Portugall bietet dem Betrachter seiner Werke auf unaufdringliche Weise seine subjektive Sicht der Dinge dar. Enthalten sind darin Elemente unterschwelligen Humors, der Ironie, verspielte Ideen und eine ausgeprägte Liebe zum Detail. In seinen unzähligen geschaffenen Arbeiten hat er auf liebevoller, hintersinniger oder zorniger Manier alltägliches umspielt: Autos, Flugzeuge, Schuhe, Stühle, Ballons, Brillen und den Hahn, das altmodische Symbol männlichen Stolzes. In den letzten Jahren hat er neben Golfstudien vor allem Stadtansichten in seinem unverwechselbaren poetisch und doch realistisch, frei gestalteten und figurativen Stil radiert.

So kennt man Ihn:

Der Hahn, der auch ein Wasserhahn ist, kräht die Familienhymne von den meisten Bildern. Mitunter fliegt da was. Oder es rollt. Oder steuert ganz einfach durch die Fantasielandschaft: Luftfahrt, automobile Welt - Technik und Erfindung interessieren den Grafiker und Maler. Hinzu kommen Sportarten wie Golf und Tennis, das Metier Stillleben mit Obst, Gemüse, Wein und Weinflasche. Alles rundum garniert mit Schirmchen, Pfeilen, Bällen, Spiralen, Herzen, Schriftzeichen . . . - Bildbestandteile der immer wiederkehrenden Art. Und so manches dreht sich um kuriose Konstruktionen.

Seit geraumer Zeit jedoch geht Portugall neue Wege - weg vom Verspielt-Witzigen, vom "klassischen" Stadtbild, von Fähnchen, Bällen, Menschen und Maschinen. Portugall, der nicht von ungefähr den gallischen Hahn (à la Portugal) zum Wappentier erkoren hat, lässt nun Abstraktes in (meist) kräftigen Farben auf der Leinwand blühen. Kreisformen, Linien, grafische Elemente erinnern an den Portugall von gestern. Doch der Kern, der eigentliche Bildinhalt, ist eben nicht gegenständlich, ist expressiv. Gespritzte oder auch pastose Farbaufträge, übermalte Wellpappe-Einlassungen auf breiten Feldern markieren den neuen Portugall.

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Dieter Portugall